Mehrere Blausteinplatten auf einer Palette

Terrassenunterbau

Vorarbeiten für den Bau einer Naturstein-Terrasse: Erde ausheben und Schottertragschicht anlegen

Mehrere Blausteinplatten auf einer Palette

Ran ans Projekt „Verschönerung des Außenbereichs“! Um eine Terrasse mit Natursteinplatten zu verlegen, steht als erster Schritt die Untergrundvorbereitung auf dem Plan. Der Unterbau wird je nach Belastungsgrad der Terrassenplatten und Bodenbeschaffenheit entsprechend angelegt, damit die Terrasse langlebig, tragfähig, wasserdurchlässig und frostsicher wird und es auch bleibt. Wenn Sie Terrassenplatten auf eine schon vorhandene Betonfläche legen möchten, so ist der Unterbau für Sie kein Thema mehr. Sie können sich bereits über die unterschiedlichen Verlegearten informieren: Einkornmörtel auf Betonplatte, Splitt auf Betonplatte oder Stelzlager. Für alle Bauherren, die auf Erde bauen, lohnt es sich weiterzulesen.  Wir zeigen Ihnen, auf was Sie achten sollten und wie Sie den Untergrund am Besten vorbereiten.

Terrassenplatten entdecken
Detailaufnahme von hellen Travertinplatten Medium SELECT

Terrassenfläche ausmessen

Kundenfoto: Travertin Medium SELECT RV Terrasse Vogelperspektive Mann am Tisch
So soll die Traumterrasse einmal aussehen!

Messen Sie für den Terrassenunterbau zunächst die Terrassenfläche aus. Zusätzlich zur gewünschten Terrassengröße sollten ca. 20 cm mehr eingeplant werden (etwa für Randsteine und als Arbeitsraum). Stecken Sie die Fläche zuzüglich 20 cm ab, indem sie Holzpflöcke an jeder Terrassen-Ecke in den Boden schlagen und mit einer Schnur verbinden. Die Höhe der Richtschnur wird entsprechend der gewünschten Platten-Oberkante angepasst. Bedenken Sie, dass die Terrasse, angefangen vom Terrassenunterbau, ein Gefälle von 2-3 % aufweisen sollte, damit Regenwasser ungehindert abfließen kann. Dies lässt sich mit einer Wasserwaage oder anhand der Richtschnur überprüfen.

Aushub der Terrassenfläche

Foto einer Rüttelplatte auf einer Baustelle, die zur Verdichtung der Schottertragschicht verwendet wird
Die Schottertragschicht wird mit einer Rüttelplatte verdichtet

Bei einem weichen Boden kann der Aushub für den Terrassenunterbau mit Schaufel und Spaten getätigt werden. Sollte es sich um steinige oder schwer zu bearbeitende Erde handeln, ist zusätzlich eine Spitzhacke hilfreich. Bei großen Flächen lohnt es sich einen Klein-Bagger für den Aushub zu leihen. Bei einem Terrassenunterbau für Natursteinplatten sollten Sie mind. 30-35 cm tief graben. Die Tiefe des Aushubs hängt von der geplanten Belastung (Begehung oder Befahrung), der Beschaffenheit des Bodens, dem Material für die Tragschicht und der Beschaffenheit (Dicke) der Natursteinfliesen ab. Die Bodenfläche wird verdichtet, damit eine tragfähige Fläche für die Terrassenplatten entsteht. Hierfür verwendet man einen Rüttler, mit dem der Untergrund eingeebnet und befestigt wird. Es sollten keine Löcher oder Unebenheiten verbleiben, in denen sich Regenwasser sammeln kann. Dennoch sollte das Erdreich des Terrassenunterbaus wasserdurchlässig bleiben. Stellen Sie sicher, dass Sie das empfohlene Gefälle einhalten. So können Sie das Gefälle für den Terrassenunterbau überprüfen: Legen Sie eine lange Richtlatte auf den Boden und darauf eine Wasserwaage und kontrollieren, ob das Gefälle 2-3 % in Richtung Garten beträgt.

Randeinfassung

Bei einer losen Verlegung auf Splitt, empfiehlt es sich, Randsteine zu setzen, damit der Boden unter Belastung nicht seitlich wegrutschen kann. Randsteine, wie z.B. Kantensteine aus Naturstein oder Beton oder Palisaden, werden vor dem Terrassenunterbau in die Erde gemörtelt. Mit einem Gummihammer lassen sich diese in der Regel problemlos in erdfeuchten Beton einbringen. Ist das Fundament für die Randeinfassung getrocknet, so kann die Schottertragschicht für den Terrassenunterbau eingefüllt werden.

Schottertragschicht (Frostschutzschicht) anlegen

Nun folgt im Aufbau eine tragfähige und frostschützende Schotterschicht. Als Material wird, der Name lässt es vermuten, Schotter oder auch Kies verwendet. Eine Schotterschicht kann einer Belastung durch Personen und Fahrzeuge standhalten; die Materialkosten für Schotter sind jedoch ca. doppelt bis dreifach so hoch, wie für Kies. Kies ist für eine geringe bis mittlere Belastung ausgelegt, die für die normale Nutzung einer privaten Terrasse ausreichend sein dürfte. Ob Sie nun Schotter oder Kies wählen - das Material wird mind. 20 cm hoch aufgeschüttet und mind. 3 Mal verdichtet (mit einer Rüttelplatte oder Vibrationswalze). Wenn eine hohe Schottertragschicht angelegt wird, sollte der Unterbau lagenweise verdichtet werden. Der Terrassenunterbau ist nun abgeschlossen und für die Verlegung der Terrassenplatten vorbereitet. Ob Sie die Platten lose auf Splitt verlegen oder die Mörtel-Variante wählen, ist materialabhängig – je nach Gesteins- und Bearbeitungsart der Platten.

Hinweis: Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.

Foto der Redaktionsmitarbeiterin Tabea Salzer
Autorin:
Tabea Salzer
hat viele Texte und Fotos für unser Magazin verfasst. Lesen Sie auch ihre Gestaltungsideen zum Einrichten mit natürlich schönen Fliesen und Platten.