Außenbereich: Einkornmörtel auf Schottertragschicht
Feste Verlegung von Terrassenplatten im Mörtelbett
Terrassenplatten aus Naturstein können im Außenbereich fest auf einer Schottertragschicht verlegt werden – ohne Betonplatte. Dafür wird ein drainagefähiger Einkornmörtel benötigt. Er bildet ein wasserdurchlässiges Mörtelbett, leitet Feuchtigkeit ab und hilft, Frostschäden, Staunässe und Ausblühungen zu vermeiden.
Diese Verlegeart ist eine Alternative zur losen Verlegung im Splittbett und eignet sich besonders, wenn Terrassenplatten dauerhaft stabil, aber dennoch mit funktionierender Entwässerung verlegt werden sollen. Wichtig sind ein tragfähiger, verdichteter Schotteraufbau, ein Gefälle von etwa 2 Prozent und die richtige Verarbeitung von Drainagemörtel, Flexkleber und Fugenmaterial.
Wie die feste Verlegung auf Schottertragschicht Schritt für Schritt funktioniert, welche Vorteile Einkornmörtel bietet und worauf Sie bei Drainage und Fugen achten sollten, lesen Sie in diesem Ratgeber.
Was ist Einkornmörtel?
Der Einkornmörtel wird auch Monokornmörtel oder Drainagemörtel genannt und ist Basis der innovativen Mörtelsysteme für die Verlegung von Naturstein.
Dieser Einkornbeton hat im Unterschied zu normalen Beton einheitlich große Splittkörner und bildet ein hoch wasserdurchlässiges Mörtelbett, mit dem Wasserschäden und Ausblühungen durch Frosteinwirkung vermieden werden. Splitt mit 2-5 oder 2-8 mm Körnung werden mit einem Zuschlag, bestehend aus Trass, vermengt. Dieses wird im Mischungsverhältnis 1-6 nach Volumenteilen im Betonmischer angemischt.
Einkornmörtel ist als fertig gemischte Sackware zu kaufen, so bietet beispielsweise Sopro einen trasszementgebundenen Trockenfertigmörtel an.
Ist Drainagemörtel selber mischen eine Option?
Drainagebeton bzw. Drainagemörtel für die Verlegung von Platten aus Naturstein selbst mischen ist möglich, Sie sollten dabei auf das Verhältnis der Mischung achten.
Trassbinder zur Herstellung von Drainagemörtel können Sie in unserem Onlineshop bestellen. Bei der Bestellung von Sandsteinplatten, bei denen wir eine gebundene Verlegung empfehlen, wird Ihnen die benötigte Menge direkt im Warenkorb angezeigt!
Schritt für Schritt: die feste Verlegung auf Schottertragschicht - so geht's
- Im ersten Schritt sollte überprüft werden, ob die Fläche, die Sie belegen wolle, ein Gefälle von 2 Prozent aufweist. Diese Verlegerichtlinie gewährleistet, dass keine Frostschäden entstehen und Wasser ungehindert abfließen kann.
- Im zweiten Schritt verteilen Sie eine Lage Schotter von mindestens 20 cm auf der Fläche und bearbeiten diese mit einer Rüttelplatte, einer Baumaschine zur Bodenverdichtung. Rüttelplatten können Sie bei Baumärkten oder bei Online-Shops mieten.
- Im dritten Schritt wird über der Schotterschicht der Einkornmörtel im erdfeucht angemischten Zustand mit einer Stärke von 3 bis 5 cm aufgetragen - eventuelle Unebenheiten von Natursteinplatten können hierbei gut ausgeglichen werden.
- Im vierten Schritt dann die Terrassenplatten an den Unterseiten mit Flexkleber bestreichen und über die gesamte Fläche der Unterseite anbringen, um eine Flankenhaftung zu erzielen. Die Verwendung von Flexkleber ist notwendig, damit die Platten gut an das erdfeuchte Mörtelbett anhaften.
- Im fünften Schritt die Terrassenplatten in das Mörtelbett verlegen – dabei darauf achten, dass die Breite der Fugen mindestens 5 mm beträgt. Die Fuge zur Hauswand sollte noch etwas breiter ausfallen (mindestens 10 mm). Hierbei handelt es sich um die sogenannte Anschlussfuge (auch Bewegungsfuge genannt), die Schwankungen der Terrasse, bedingt durch Temperatur und Wetter, ausgleichen kann. Je nach Größe der Verlegefläche müssen Dehnungsfugen eingeplant werden. Danach sollten die Platten mit einem Gummihammer (im Idealfall weiß, um Flecken zu vermeiden) durch leichtes Anklopfen in eine gleichmäßig waagrechte Ausrichtung gebracht werden.
- Im letzten Schritt sollten die Fugen (außer die Bewegungsfugen) noch mit Fugenmörtel aufgefüllt werden. Hierbei kann eine wasserdurchlässige Pflasterfuge angebracht werden.
Vorteile der festen Verlegung mit Einkornmörtel
- Die dicke Mörtelschicht kann Unebenheiten bei Natursteinplatten mit Maßtoleranz ideal ausgleichen
- kaum Auftreten von Unkraut (bei gebundener Fuge)
- Eindringen von Kleintieren wird nahezu unterbunden (bei gebundener Fuge)
- Aufkommendes Regenwasser wird bereits zum Großteil an der Oberfläche abgeführt (bei gebundener Fuge)
Grafische Zusammenfassung der festen Verlegung auf Schotter und Splitt
Gute Drainage - beste Voraussetzungen
Das A und O bei der festen Verlegung von Bodenplatten ist die gut funktionierende Entwässerung. Eine zusätzliche Abdichtung oder die Verwendung einer Drainagematte werden oft zusätzlich empfohlen, sind aber bei der festen Verlegung mit Drainagemörtel auf Schottertragschicht nicht nötig. (Bei der Verlegung von Terrassenplatten auf einer Betonplatte hingegen ist eine Drainagematte bei der Abdichtungsebene wichtig)
Wenn bei der festen Verlegung die zu belegende Fläche das vorgegebene Gefälle vorweist und der Vorgang wie oben beschrieben Schritt für Schritt vorgenommen wird, sind die besten Voraussetzungen für eine gute Drainage und somit eine dauerhaft schöne Terrasse gegeben.
Alle fachlichen Hinweise in diesem Artikel sind unverbindlich und ersetzen nicht die Kenntnisse eines fachlich geprüften Natursteinverlegers.
- Was ist Einkornmörtel?
- Ist Drainagemörtel selber mischen eine Option?
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- Vorteile der festen Verlegung mit Einkornmörtel
- Grafische Zusammenfassung der festen Verlegung auf Schotter und Splitt
- Gute Drainage - beste Voraussetzungen